Religionsunterricht
R1. Zwischen Religionsunterricht
und Katechese besteht ein deutlicher Zusammenhang und zugleich
ein klarer Unterschied.
R2.
Der Religionsunterricht steht in der spezifischen Herausforderung
Schule. Hier begegnen die Schüler der Kultur, die
von den Inhalten und Werten der Schulfächer bestimmt wird.
In diesem Zusammenhang bringt der Religionsunterricht die Botschaft
des Glaubens zur Sprache und entfaltet dessen Relevanz für
den Gesamtbereich der Kultur. Der Religionsunterricht steht somit
immer schon (implizit) in einem fächerübergreifenden Dialog.
R3. Die Schüler haben
ein Recht, ihre Religion zuverlässig kennenzulernen.
Im Mittelpunkt des christlichen Glaubens steht die Person
Jesu Christi und die von ihm gebrachte Heilsbotschaft.
R4. Die jeweiligen schulischen
Rahmenbedingungen sind jedoch entscheidend, was im Religionsunterricht
möglich ist:
a) In katholischen Schulen kann der Religionsunterricht Teil
einer umfassenden Schulpastoral sein, in der auch Gottesdienste
und andere, über den Unterricht hinausgehende religiöse
Angebote möglich sind und ein Ganzes bilden.
b) Wo es keinen konfessionellen Religionsunterricht gibt,
wird er vor allem ökumenischen Charakter und interreligiöses
Bewusstsein zeigen.
c) In anderen Fällen wird der Religionsunterricht stärker
kulturell ausgerichtet sein.
d) Oftmals wird der Religionsunterricht eine für das
Evangelium vorbereitende Bedeutung haben und daher eher (jahrelange)
Erstverkündigung sein denn Glaubensvertiefung
anbieten können.
R5. Der Religionsunterricht
hat mit unterschiedlichen Schülersituationen zu rechnen.
Soweit möglich soll er jeweils spezifische Ziele im Blick
behalten und zu erreichen suchen.
a) Gläubigen Schülern hilft der Religionsunterricht,
den Glauben besser zu verstehen.
b) Schülern, die auf der Suche sind, will der Religionsunterricht
helfen, die eigenen Entscheidungen besser zu erforschen in
der Auseinandersetzung mit der Botschaft Jesu Christi und
den Antworten der Kirche.
c) Gegenüber nicht-gläubigen Schülern nimmt
der Religionsunterricht oft die Merkmale einer (recht verstandenen)
missionarischen Verkündigung an. Er stellt
gleichsam eine (jahrelange) Erstverkündigung des Glaubens
dar und kann von vorn herein nicht mit dem Interesse der Schüler
rechnen, das er jedoch zu wecken versuchen wird.
R6. Der Religionsunterricht leistet
gemeinsam mit der Familie und der Pfarrgemeinde in aller Unterschiedlichkeit
einen Dienst an der christlichen Erziehung der Kinder und Jugendlichen.
Eine enge Zusammenarbeit, wo immer es möglich ist, ist daher
wünschenswert.
10 Thesen zum konfessionellen Religionsunterricht
Der Religionsunterricht ermöglicht die Begegnung mit dem eigenen kulturellen und religiösen Erbe
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>> Links zu Religionsunterricht:
Kirchliche Pädagogische Hochschulen der österreichischen Diözesen: www.rpi.at
Wien: www.strebersdorf.kphvie.at
St. Pölten: www.dsp.at/rpi/
Linz:
www.phdl.at
Eisenstadt:
www.ph-burgenland.at
Salzburg:
www.rpi-salzburg.at
Innsbruck: www.rpi.tsn.at
Klagenfurt: www.kath-kirche-kaernten.at
Graz:
www.rpigraz.at
Feldkirch:
www.kph-es.at
Religionspädagogische Akademien in den österreichschen Diözesen: www.rpa.at
Wien: www.kphvie.at
Linz: www.padl.ac.at/rpa/
Salzburg: E-Mail: rpa@rpa.salzburg.at
Stams: www.rpa-stams.tsn.at
Klagenfurt: www.kath-kirche-kaernten.at/rpa
Graz:
www.kphgraz.at
Schulämter von
österreichischen Diözesen:
Wien: www.schulamt.at
St. Pölten: www.kirche.at/stpoelten/dsa
Salzburg: www.kirchen.net/katechetisches_amt
Schulamt der Diözese Linz: www.dioezese-linz.at/schulamt
Schulamt der Diözese Eisenstadt: www.martinus.at
Bischöfliches Schulamt der Diözese Innsbruck:
www.dioezese-innsbruck.at/index
Schulamt der Diözese Feldkirch:
www.kath-kirche-vorarlberg.at/organisation/schulamt
Bischöfliches Amt für Schule und Bildung der Diözese Graz-Seckau:
www.graz-seckau.at/schulamt
Bischöfliches Schulamt der Diözese Gurk-Klagenfurt:
www.kath-kirche-kaernten.at/pages/orgeinh.asp?id |